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Manche werden sich vielleicht über den ungewöhnlichen Markennamen mit der ungewöhnlichen Schreibweise wundern. Die Erklärung ist sehr einfach: Ich heiße Stefan Germany (wirklich!).  „TSCHÖAM“ (in genau dieser Schreibweise und Aussprache = sozusagen Lautschrift) wurde schon vor vielen Jahren mein Ruf- bzw. Spitznamen. Die Schreibweise „Germ“ hätte ich nicht akzeptiert).

Vor einigen Jahren stieg ich in die Welt des Homebrewing ein. Sehr rasch empfand ich das Selbstgebraute als so gut, dass ich  Pale Ales, IPAs, Wiener Lager, u.s.w. mehr Menschen anbieten wollte und begann 2016 in einer kleinen Brauerei in Mödling meine Biere zu brauen.

Im August 2017 übersiedelte ich zu Alexander Forstinger und seiner 100Blumen-Brauerei nach Atzgersdorf und braue dort aktuell mein Wiener Wunder
Bei der Braumanufaktur Schalken braue ich seit Ende 2018 neben Mödlinger Helles, das besondere Citra Pale Ale , das neue und wunderbare New England IPA, das Schwarz wie die Nacht, das bei der Falstaff Bier-Trophy 2020 den 3. Platz erringen konnte, unseren gemeinsamen BOCK! .
Ich freue mich schon jetzt auf weitere Biere!

Craftbier bedeutet für mich  Individualität, Regionalität, Kreativität in der Rezepterstellung, ordentliche Zutaten, saubere und präzise Arbeit in kleinem und feinem Rahmen und (brau-)handwerklicher Ethos.  
Es zahlt sich aus, professionelle Beratung zu suchen, um in den „Planeten Bier“ einzutauchen. Bewusster Genuss steht im wirklichen Gegensatz zum schnellen Alltagskrügel.

Im Herbst 2017 absolvierte ich meine Ausbildung zum Biersommelier in der Ottakringer Brauerei und schloss im September 2018 jene zum Diplombiersommelier in Kisbeys Bierkulturhaus in Obertrum ab.

Ein fixer Bestandteil im Kontakt mit meinen Kundinnen und Kunden ist der regelmäßig stattfindende Ab-Hof-Verkauf. Nähere Informationen finden sich in meinem Blog.

Stefan Germany

P.S. Mein besonderer Dank gilt Bernhard Horak für seine grafische Arbeit und die Unterstützung, die er mir immer gibt!

Mödlinger Helles

Schon lange werde ich darauf angesprochen, doch endlich ein „Helles“ zu brauen, um auch jenen Biertrinker*innen ein „Tschöam“ anzubieten, die nicht so sehr auf stark gehopfte Biere stehen und sich lieber in traditionellen Biergefilden bewegen. Mir ist es wichtig, in meinen Bieren die Vielfalt der Bierstile zumindest im Kleinen abzubilden.

Das Helle, das vor allem in Bayern „DAS“ Bier ist (sieht man vom Weißbier ab), zeichnet sich durch eine Balance von Malzen und Hopfen aus. „Drinkability“ ist das große Schlagwort, dem man sich zu unterwerfen hat, wenn man so ein Bier konzipiert und erarbeitet. Die zarte Hopfenbittere sollte präsent und doch nicht vordringlich im Mundgefühl verbleiben. Das macht dieses Bier auch so süffig! Gleichzeitig braut man ein Bier mit relativ wenig Alkohol und man merkt rasch, wie sehr es gelingt, das Bier auszublancieren.

Mir war es in der Erarbeitung dieses Bieres wichtig, bio-zertifizierte heimische Zutaten (Malz aus Stadlau, Hopfen aus dem Mühlviertel) zu verwenden. Wir (Roland Schalken und ich) streben eine Bio-Zertifizierung für die Brauerei an.

Mein Mödlinger Helles besticht durch eine strohige Malzhelle und duftet versteckt nach Orangen und Zedern, die man auch gut erschmecken kann. Die kräuterigen und grasigen Noten des Hopfens „Tradition“ ergänzen die vielfachen Geschmacks- und Duftnoten dieses feinen Bieres.

Wiener Wunder

ist ein  Wiener Lager und wurde ab 1841 als „erstes helles untergäriges Lagerbier“ bekannt. Der Bierstil blieb z.B. in Mexiko oder Italien (Triest) besonders beliebt und findet nun erfolgreich seinen Platz in der Heimat wieder. 

Meine Freude an diesem frühen Selbstgebrauten war so groß, dass ich es in Erinnerung an eines meiner ersten Rockkonzerte „Wiener Wunder“ nannte! „Wiener Wunder“ waren damals eine durchaus bekannte Band der Neuen deutschen Welle (u.a. mit Günther Paal und Harald Sicheritz)!

Die besonderen Malznoten, die leichte Malzsüße, die rund eingebundene Hopfenbittere und die spezielle Farbe, die an leuchtenden Bernstein erinnert, geben ihm eine einzigartige Erscheinung. Ich erfreue mich an der Klarheit und den besonderen Nussaromen im Nachtrunk.

Ich mag es sehr gerne zu kräftigem Fleisch, z.B. Schweinsbraten mit Kraut und Knödel, Schnitzel oder Gulasch, das es es meiner Meinung nach gekonnt begleitet. insgesamt empfiehlt es sich zu allen Speisen, wo eine schöne Balance aus milder (paprizierter) Schärfe, und umami besteht. 

Als Trinktemperatur empfehle ich 7-10 Grad. Das Bier sollte nicht zu kalt getrunken werden, da die Malzaromen und seine feinen Noten dann besser zur Geltung kommen können.

Untergäriges Vollbier

5,5 Vol.% Alk.

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, untergärige Hefe

Videopräsentation meines Wiener Wunder:
https://www.youtube.com/watch?v=kTsNWzto4xI&t=29s

Citra Pale Ale

Ein besonderes Verdienst der neuen Bierleidenschaft rund um die Craftbierszene ist die Verwendung amerikanischer, australischer, neuseeländischer und besonders aromatischer heimischer Hopfen bzw. der intensiven Neuzüchtung von Hopfen in den bekannten europäischen Anbaugebieten. 

Eines dieser Wunder der Natur ist der amerikanische Hopfen Citra, der in der Geschmacksbeschreibung Noten von Limette, Grapefruit und natürlich Zitrone aufweist. Zudem besitzt er eine kräftige Bittere, die man je nach Braurezept betonen und herausarbeiten kann. Aus meiner Sicht bietet es sich an, diesen Hopfen in sogenannten Singlehops (Biere, die mit nur einem Hopfen gebraut werden) zu betonen. 

Die Fruchtigkeit dieses Hopfens kommt in meinem Pale Ale = helles [pale], obergäriges   Bier [Ale] gut zur Geltung. Der Duft (!) des Bieres, die Klarheit im Antrunk und die Kombination aus Bittere, Citrusfruchtigkeit und einem angenehmen Mundgefühl überraschen manche beim ersten Kosten. Die trockene Vergärung mithilfe einer amerikanischen Hefe machen dieses Bier erfrischend und so genussvoll zu trinken. 

Prost!

Obergäriges Vollbier,
5,5 Vol.% Alk.
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz,  Haferflocken, Hopfen (Citra), obergärige Hefe

Videopräsentation von probier.tv:
http://probier.tv/2019/04/08/fasten-mit-citra-pale-ale-von-tschoeams/

New England IPA

ist ein Geschenk für alle, die fruchtige Hopfen lieben!

Als ich erstmals ein NEIPA kostete und war ich von den vielfältigen Aromen, dem differenzierten Geschmack, dem wunderbaren Mundgefühl und der feinen aber dennoch kräftigen Bittere verzaubert. Welch große Freude!

Also ich mag´s bitter! Aber nicht zuviel!
Ich mag´s fruchtig! Aber nicht zu süß!
Ich brauch´ Volumen! Mitunter viel!
Viel Alkohol im Bier stört mich nicht so! Aber fein eingebunden muss er sein!
Trüb darf´s sein! Unbedingt und in dem Fall muss es trüb sein, um dem Stil zu entsprechen! [Notfalls die Flasche vorsichtig drehen (nicht schütteln!) und den geschmacksrelevanten Hefetrubmit ins Glas nehmen!]
Duft brauche ich unbedingt! Ohne Duft geht´s nicht!
Langanhaltender Geschmack, der sich immer weiter differenziert, liebe ich! 
Auf´s nächste Glas freue ich mich – immer wieder!

Die Erscheinung des Bieres lässt schon auf Feines schließen, die Farbe besticht durch ein Orange, in das ich mich verlieben könnte. Die Malze scheinen nicht so bedeutend, doch möchte ich die besondere Qualität des Maris Otter nicht missen. Sonst wären auch nicht 6,1 % Vol Alkohol im Bier sein.
Doch die Hopfen bestimmen die Besonderheit dieses Bieres. 5 verschiedene von Bitterhopfen zu Aroma-, Aroma-, Aromahopfen umspielen Nase und Gaumen und machen sich im Mundraum breit. Ich habe vor rund 2 Stunden zur Einstimmung ein kleines Glas NEIPA getrunken, doch erfreuen mich die Marillen- und Pfirsichnoten, die Honigmelone und Mango, Stachelbeere und wunderbare Würze noch immer..

Obergäriges Spezialbier,
6,1 Vol.% Alk.
Zutaten: Wasser, Gerstenmalz,  Hopfen, obergärige Hefe