Mödlinger Helles

Schon lange werde ich darauf angesprochen, doch endlich ein „Helles“ zu brauen, um auch jenen Biertrinker*innen ein „Tschöam“ anzubieten, die nicht so sehr auf stark gehopfte Biere stehen und sich lieber in traditionellen Biergefilden bewegen. Mir ist es wichtig, in meinen Bieren die Vielfalt der Bierstile zumindest im Kleinen abzubilden.

Das Helle, das vor allem in Bayern „DAS“ Bier ist (sieht man vom Weißbier ab), zeichnet sich durch eine Balance von Malzen und Hopfen aus. „Drinkability“ ist das große Schlagwort, dem man sich zu unterwerfen hat, wenn man so ein Bier konzipiert und erarbeitet. Die zarte Hopfenbittere sollte präsent und doch nicht vordringlich im Mundgefühl verbleiben. Das macht dieses Bier auch so süffig! Gleichzeitig braut man ein Bier mit relativ wenig Alkohol und man merkt rasch, wie sehr es gelingt, das Bier auszublancieren.

Mir war es in der Erarbeitung dieses Bieres wichtig, bio-zertifizierte heimische Zutaten (Malz aus Stadlau, Hopfen aus dem Mühlviertel) zu verwenden. Wir (Roland Schalken und ich) streben eine Bio-Zertifizierung für die Brauerei an.

Mein Mödlinger Helles besticht durch eine strohige Malzhelle und duftet versteckt nach Orangen und Zedern, die man auch gut erschmecken kann. Die kräuterigen und grasigen Noten des Hopfens „Tradition“ ergänzen die vielfachen Geschmacks- und Duftnoten dieses feinen Bieres.